Was wird in biblischen Texten erinnert, was wird im Laufe der Texttradierung ausgelassen, verdrängt oder vergessen?
Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „GenderVarianten“ untersucht Tradierungsprozesse neutestamentlicher Texte mit geschlechtsbezogener Bedeutung und wie dabei Erinnerung, Bedeutung
und Vergessen konstituiert werden. Mithilfe von computational methods der Informatik werden dabei normalerweise unüberschaubar große Textmengen digitalisierter, genderrelevanter Varianten
datengetrieben analysiert und verglichen für die textkritische Bearbeitung und Kontextualisierung. Innerhalb der systematisch-ethischen Reflexion wird aus den Ergebnissen eine Hermeneutik
entwickelt, die theologisches Potential aus den auftretenden Ambiguitäten schöpft und neue Resonanzräume erschließt, die wiederum in die digitale Analyse miteinfließen.
Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
In Kooperation mit der Universität Rostock, Hochschule Wismar und Freien Universität Amsterdam.
Gesellschaftliche Pluralität stellt eine Diakoniewissenschaft, welche traditionell in normativ christlich geprägten Denkmustern verankert ist, vor neue Herausforderungen.
In disem Forschungsprojekt sollen ethische Konzepte und Ansätze auf europäischer Ebene untersucht werden, welche über christlich-theologische Perspektiven hinausgehen und für eine
zeitgenössische Diakonik in multikulturellen Kontexten anschlussfähig sind.
Die Forschungsergebnisse sollen vor dem diakonischen Profil der EHD und deren Ethikveranstaltungen reflektiert werden und Impulse für die weitere Profilentwicklung liefern.
In diesem Forschungsprojekt wird vermittelst qualitativer Forschung Armut im ländlichen Raum untersucht, um spezifische, kontextuelle Armutslagen und ihre Auswirkungen auf die
Lebenspraxis, Handlungsmöglichkeiten und das Selbstbild betroffener Personengruppen zu analysieren. Mithilfe eines intersektionalen Zugangs werden dabei auch die Perspektiven
zugewanderte*r Bürger*innen systematisch mit einbezogen.
Strukturelle Herausforderungen sowie individuelle Bewältigungsstrategien im ländlichen Raum sollen sichtbar und analysierbar gemacht werden, so dass spezifische Armutsdynamiken, aber auch
Ressourcen ruraler Räume gegenüber urbanen Kontexten identifiziert werden.
In Kooperation mit Dr. Melanie Hartmann (Diakonie Hessen).
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Informationen
Unser Podcast
Bericht vom Kirchentag
Bericht im Stifterbrief
In diesem Forschungsprojekt werden bislang unerforschte Archivalien des Deutschen Evangelischen Frauenbundes (DEF) von 1945–1992 inhaltlich analysiert. Als eigenständiger evangelischer
Frauenverband war der DEF mit der Evangelischen Kirche zwar verbunden, verfügte aber über eigenständige Strukturen.
Im Rahmen der Projektarbeit sollen neue Erkenntnisse über das Selbstverständnis und das sozialpolitische Engagement des DEF gewonnen werden. Mithilfe eines explorativen Zugangs wird die
Rolle des DEF im Spannungsfeld der Retraditionalisierung, gesellschaftlichen Wandels und kirchlich-diakonischer Verantwortung beleuchtet. Im Zentrum stehen dabei sowohl die Makroebene
(Einfluss auf den bundesdeutschen Wohlfahrtsstaat) als auch Meso- und Mikroebenen (insbesondere berufsbildungspolitische Entwicklungen im Care-Sektor).
In Kooperation mit Dr. Kerstin Wolff (Archiv der deutschen Frauenbewegung).
